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Geld weg und keine Ware: EVZ warnt vor Fake-Shops

Immer häufiger berichten Verbraucher, dass sie auf einen sogenannten Fake-Shop hereingefallen sind…die Betroffenen erzählen alle dasselbe: Die im Internet bestellte

und im Voraus bezahlte Ware wurde entweder gar nicht geliefert, bei der gelieferten Ware handelt es  sich um eine Fälschung oder deren Qualität ist minderwertig.

Das Europäische Verbraucherzentrum informiert, woran Sie einen Fake-Shop erkennen und wie Sie sich schützen können.

Da die Rückerstattung des Kaufpreises bzw. die Durchsetzung von anderen Verbraucherrechten (wie beispielsweise der gesetzlichen Garantie) gegenüber den Betreibern von Fake-Shops meist unmöglich ist, ist es umso wichtiger, auf einen Fake-Shop erst gar nicht hereinzufallen.

 

Wie erkenne ich einen Fake-Shop?

  • Das Angebot ist extrem günstig. Gerade wenn Markenprodukte zu sehr günstigen Preisen

angeboten werden, ist Skepsis angebracht. Kein Unternehmen hat etwas zu verschenken!

  • Eine Bezahlung ist nur per Vorkasse möglich.
  • Die Webseite enthält keine oder nur unvollständige Kontaktdaten des Unternehmens

(Postanschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse). Dabei ist die Angabe dieser Informationen vom

Gesetzgeber verpflichtend vorgesehen.

  • Die gesetzlichen Informationspflichten werden nicht erfüllt: Informationen zum

Rücktritts- bzw. Widerrufsrecht, zur gesetzlichen Garantie, zu den Liefer- und

Zahlungsbedingungen fehlen ganz oder teilweise oder sie sind in einem schlechten Deutsch

oder Italienisch formuliert (Übersetzungsprogramm).

  • Auffallend viele negative Bewertungen in Foren oder Bewertungsportalen.

Wie kann ich mich also vor einem Fake-Shop schützen?

  • Hat der Internetshop ein Gütesiegel auf seiner Seite, können Sie beim Anbieter des

Gütesiegels nachgefragen, ob der Shop tatsächlich zertifiziert ist.

  • Überprüfen Sie die Kontaktdaten des Unternehmens: Existieren Adresse und

Telefonnummer? Ist das Unternehmen bei der Handelskammer eingetragen?

  • Ein Preisvergleich lohnt sich! Liegt der Preis im betreffenden Shop deutlich unter dem Preis,

den andere Händler für dasselbe Produkt verlangen, dann ist Vorsicht geboten.

  • Eine fehlerhafte Sprache auf der Webseite ist häufig ein Hinweis darauf, dass es sich um

einen unseriösen Online-Shop handelt.

  • Dass eine Homepage eine italienische oder deutsche Domain hat, also auf „.it“ oder .de“

endet, bedeutet nicht, dass es sich um einen italienischen oder deutschen Shop handelt.

Was kann ich tun, wenn ich auf einen Fake-Shop hereingefallen bin?

  • Machen Sie Ihr Rücktrittsrecht geltend. Dieses kann bis 14 Tage ab Erhalt der Ware ausgeübt

werden.

Co-finanziert von der Europäischen Kommission, dem Land Südtirol, der Autonomen Region Trentino-

Südtirol, dem Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung, den Trägerorganisationen Verbraucherzentrale

Südtirol und ADICONSUM, Mitglied im Netz der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net).

  • Setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Kreditkartenunternehmen bzw. Ihrer Bank in Verbindung

und stellen Sie einen Chargeback-Antrag, falls die Bezahlung mit Kreditkarte gemacht wurde.

Informationen zum Chargeback finden Sie auf unserer Homepage unter: http://bit.ly/2nI1ule

  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei oder den Carabinieri.

Auf der Internetseite des EVZ finden Sie unter folgendem Link Informationen, wie Sie gefälschte

Produkte erkennen können: http://bit.ly/2EJqhfX.

 

 

 

(EVZ Bozen)