Templates by BIGtheme NET

Klein aber Fein: Land fördert weiterhin kleine Skigebiete

An der Talstation des Dorfskiliftes von Deutschnofen ist  in einer Pressekonferenz die Bedeutung der kleinen Skigebiete und Dorfskilifte für Südtirols Bevölkerung und für den Tourismus hervorgehoben worden. Gleichzeitig wurden die neuen Förderrichtlinien für Skigebiete erläutert, die am 13. März beschlossen worden sind. Sie betreffen die Investitionen in Beschneiungsanlagen, Pistenfahrzeuge, Beleuchtung, Sicherheitsnetze, Speicherbecken und überdachte Parkplätze, welche die Landesabteilung Wirtschaft bezuschusst.

Landeshauptmann Arno Kompatscher ging auf die Bedeutung der Dorflifte und der kleinen Skigebiete für die Bevölkerung ein. „Es ist ein Privileg, wenn Südtirols Dorflifte erhalten bleiben. Anderswo gibt es sie kaum mehr – und man versucht vielerorts, sie wieder zu beleben“, betonte der Landeshauptmann. Daher würden die Landesförderungen vor allem in Kleinstskigebiete fließen, die sich Investitionen sonst nicht leisten könnten.

Auch für den Tourismus von heute und vor allem jenem von morgen seien die kleinen Skigebiete und Dorflifte wichtig. Die Gäste überzeuge die Skidestination Südtirol umso mehr, wenn sie merken, dass auch Südtiroler und ihre Familien Wintersport betreiben – dies mache die Wintersportgesinnung sichtbar.

 

Rund 9,8 Millionen Euro wurden 2017 für neue Anlagen und Renovierungen in Skigebieten bereitgestellt, unterstreicht der zuständige Mobilitätslandesrat Florian Mussner. „Dorfskilifte erhalten eine Sonderförderung in Höhe von 80 Prozent der anerkannten Kosten. Nur jene Seilbahnen, die ins öffentliche Verkehrsnetz eingebunden sind, erhalten mit bis zu 90 Prozent mehr Beiträge“, sagt Mussner dazu.

Die Doktorandin Martha Gärber ging in ihrer Ansprache bei der Pressekonferenz auf die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit über die 23 Dorflifte und 16 Kleinstskigebiete ein. Zwei Drittel befänden sich in strukturschwachen Gebieten, für die ein Dorflift von großer sozialer und wirtschaftlicher Bedeutung sei.

Tourismus: Plus 9 Prozent im Winter

Obwohl noch nicht alle Daten des Februars eingegangen sind, haben die Ankünfte diese Winters jetzt schon um 7,4 Prozent zugelegt, während die Nächtigungen sogar um mehr als 9 Prozent höher liegen als im vergangenen Jahr.

Auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in diesem Winter hat wieder leicht zugenommen – von 4,19 Nächte auf 4,25 Nächte.