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Nationalpark Stilfserjoch: Gesetzentwurf gutgeheißen

Diese Woche hat die Landesregierung den Gesetzentwurf zur Führung und Organisation des Nationalparks Stilfserjoch genehmigt.

Mit dem Landesgesetz „Nationalpark Stilfserjoch“ wird die im Februar 2015 mit dem Umweltministerium in Rom unterzeichnete Vereinbarung umgesetzt, mit der die Verwaltung des Nationalparks Stilfserjoch vom Staat auf die Region Lombardei und die beiden Länder Südtirol und Trient übertragen wurde.

„Der Gesetzentwurf stellt die grundsätzlichen Weichen für die Führung und Organisation des Nationalparks. Aufbauend auf dieser gesetzlichen Grundlage können wir nun mit der Ausarbeitung des neuen Parkplans und der neuen Parkordnung fortfahren, die die Details regeln werden“, erklärt Landesrat Theiner.

„Auch dabei ist uns die Einbeziehung der Gemeinden, der Interessens- und Umweltverbände sowie der Bürger ein großes Anliegen.“

Er freue sich, mit dem Gesetzentwurf zum Nationalpark Stilfserjoch der Schaffung einer Modellregion für ein nachhaltiges Leben und Wirtschaften in den Alpen wieder ein Stück näher gekommen zu sein.

Dabei müsse man sich der Herausforderung stellen, den Schutz der Landschaft und die nachhaltige Nutzung der Region miteinander in Einklang zu bringen. 

Im neuen Jahr wird sich nun die zuständige Gesetzgebungskommission mit dem Gesetzentwurf befassen, bevor er dann im Frühling 2018 dem Landtag zur Behandlung unterbreitet wird.

 

Bevölkerung einbeziehen

„Darüber hinaus war uns stets ein großes Anliegen, die örtliche Bevölkerung in das Nationalparkgeschehen einzubinden“, unterstreicht Landesrat Theiner.  Das zentrale Gremium dafür sei der Führungsausschuss, der als beratendes Organ der Landesverwaltung fungiert. Er setzt sich aus drei Vertretern der Gemeinden, je einem Vertreter der Landwirtschaft, des Tourismus, der Separatverwaltungen und der Umweltverbände sowie einem Sachverständigen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften und dem Direktor des Landesamtes für den Nationalpark Stilfserjoch zusammen.

 

Der Parkplan umfasst im ersten Teil eine detaillierte Kartierung des gesamten Nationalparks; im zweiten Teil beinhaltet er die strategische Ausrichtung des Parks; im dritten Teil unterteilt er das Parkgebiet auf der Grundlage verschiedener Schutzgrade in vier Zonen (A,B,C,D) und legt fest, was in den jeweiligen Zonen erlaubt ist, und im vierten Teil ist schließlich die Parkordnung enthalten, die die Ermächtigungen und die im Parkgebiet zulässigen, eingeschränkten und verbotenen Tätigkeiten regelt. „Hier haben wir im Gesetzentwurf großen Wert darauf gelegt, die Verfahren wo immer möglich zu vereinfachen“, ergänzt Theiner.

Der Parkplan wird vom Führungsausschuss begutachtet, zudem ist das verbindliche Gutachten des Umweltministeriums nötig; danach kann die Landesregierung den Plan beschließen.