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Räude und Staupe: Mehrere Füchse krank – Gefahr auch für Hunde

In Südtirol geht die Räude um: Fälle von befallenen Füchsen wurden sowohl im Tauferer Ahrntal, als auch im Wipptal und im Vinschgau gemeldet.

Die Räude der Füchse kann auch Hunde befallen, und es ist besondere Vorsicht geboten!

Gemeldet wurden im Vinschgau außerdem mehrere Fälle von Staupe bei Füchsen. Aktuell vor allem in Kastelbell und Schlanders. Die Staupe kann vor allem Welpen gefährlich werden. 

 

Interview mit Heinrich Aukenthaler vom Südtiroler Jagdverband: 

 

1. Räude und Staupe im Vinschgau     

 

Die Räude:

Wird ein Fuchs von der Räude Milbe befallen, tritt, ebenso wie beim Hund, sehr starker Juckreiz auf. Dieser führt fortschreitend dazu, dass sich die Tiere selbst teils große Wunden aufkratzen.

Meist beginnt die Erkrankung an den Extremitäten, sowie an den weniger Behaarten Stellen des Körpers- also zb den Ohren, Bauch etc.

Der extreme Juckreiz entsteht dadurch, dass sich das Weibchen der Räude Milbe mit Ihren Mundwerkzeugen in die oberste Hautschicht eingräbt (daher auch der Name Grabmilbe). Die Weibchen ernähren sich dort von Keratin und Gewebsflüssigkeit und legen dort auch Ihre Eier ab. Der Entwicklungszyklus der Grabmilben dauert etwa drei Wochen. Aus den Eiern schlüpfen nach 3 bis 5 Tagen die Larven.

Die Männchen leben auf der Hautoberfläche oder in flachen Tunneln.

Ist die Räude Milbe einmal erkannt, kann sie relativ leicht behandelt werden. Viele gängige Milben- und Flohmittel töten auch die Räude Milbe ab.

Vorbeugung

Wer viel und gerne mit seinem Hund im Wald unterwegs ist kann mittels Parasiten-Halsband vorbeugen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hund dann noch von der Räude- Milbe befallen wird ist damit relativ gering.

Die Staupe:

Das Staupevirus (canine distemper virus) ist eng verwandt mit dem Masernvirus des Menschen.

Für Menschen ist das Staupevirus jedoch ungefährlich. Die Übertragung des Erregers erfolgt über sämtliche Sekrete. Außerhalb des lebenden Organismus bleibt der Erreger nur wenige Tage infektiös. Von der Erkrankung sind vor allem junge Hunde im Alterszeitraum von acht Wochen bis sechs Monaten betroffen. 

Die Inkubationszeit beträgt in der Regel zwischen drei und sieben Tagen. Nachdem das Virus über die Maul- oder Nasenschleimhaut aufgenommen wurde, vermehrt es sich zunächst in den Mandeln oder den Bronchiallymphknoten. Kann der Körper innerhalb der ersten Tage ausreichend Antikörper bilden, bilden sich im Allgemeinen keine Krankheitssymptome aus. Unterbleibt die Bildung von Antikörpern, befällt der Erreger neben dem Verdauungs- und dem Nervensystem auch den Atmungsapparat und den Urogenitaltrakt. 

Abhängig von den befallenen Organen wirden unterschiedliche Verlaufsformen beobachtet, die jedoch auch kombiniert auftreten können.

Vorbeugung

Die Staupe gehört zu den Standard Impfungen der Hunde. Welpen welche bereits die 2. Impfung bekommen haben, sind zwei Wochen danach bereits ausreichend geschützt. Bei Erwachsenen Hunden welche die jährliche Impfung nicht erhalten haben, sollte diese nachgeholt werden.

Quelle: Jagdverband/ DogSpot Südtirol/ Wikipedia