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Vinschgerbahn: Ein Erfolgsmodell

 

Die Vinschger Bahn brachte ein großes Plus für die Mobilität, die Lebensqualität und den Tourismus im Vinschgau bestätigt eine aktuelle WIFO-Studie.

Was der kleine Zug, der seit 2005 durchs Vinschgau rollt, aus sozioökonomischer Sicht für die westliche Landeshälfte bewirkt hat, wurde vom Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen (WIFO)in einer Studie untersucht.

 

1. VINSCHGERBAHN- WIFO     

 

Bahn-Begeisterung

Die Investition in die Vinschger Bahn hat sich gelohnt, nicht nur für den Vinschgau. Sie hat neue Impulse für den Tourismus gebracht und ist vor allem für die Arbeitspendler, die Schüler und die Senioren unerlässlich. Zudem hat sie im Land eine Begeisterung für die umweltfreundliche Mobilität mit der Bahn ins Rollen gebracht hat. Rund zwei Millionen Fahrgäste fahren mit der Bahn – pro Jahr. 

Impulse für die Wirtschaft

Die Ergebnisse der WIFO-Studie zeigen auf, dass die Vinschger Bahn vor allem für die Touristen und für die Bevölkerung von großer Bedeutung ist. Die Bahn ist ein wichtiger Impulsgeber für die Tourismusbranche im Tal. Laut Einschätzungen der Experten hat die Reaktivierung der Bahn die Tourismuswirtschaft im Vinschgau belebt.

Darüber hinaus profitiert vor allem die Bevölkerung von der Bahn. Ohne den Zug wäre die Verkehrssituation auf der Vinschger Straße noch problematischer. 

Tausende Autofahrten pro Tag weniger

Allein diesen September sind mehr als 7000 Entwertungen pro Tag auf den Bahnhöfen zwischen Meran und Mals registriert worden – das sind immerhin 7000 Fahrten mit dem Auto oder Motorrad auf der Straße weniger, wobei der Tagesverkehr auf der Vinschger Staatsstraße dennoch in den vergangenen Jahren gleichgeblieben ist.

Blick in die Zukunft

Mit der bevorstehenden Elektrifizierung der Vinschger Bahn soll das Mobilitätsangebot für die Bürger noch weiter verbessert werden. Durch die so möglichen Direktverbindungen von Mals nach Bozen, zusätzlichen Garnituren und dichteren Fahrplänen kann das Reiseangebot attraktiver und bequem sowie flexibel nutzbar werden.

Bahnverbindungen in die benachbarten Gebiete waren ein vielfacher Wunsch der Befragten. Eine Bahnverbindung nach Scuol (Schweiz) würde, so die Befragten, das Vinschgau stark aufwerten. Durch die Erschließung des Schweizer Schienennetzes könnte in einem zweiten Schritt auch eine Verbindung nach Landeck folgen und der Vinschgau Österreich und dem süddeutschen Raum näher rücken.